Bericht: Boots-Umbau zum C1

Ausbau by Markus Maas


Am Anfang der Entwicklung stand die Idee, einen sicheren, stabilen und für die Knochen gesunden Sitz zu bauen. Mit dieser Idee im Hinterkopf fing Markus an einen Sitz zu shapen. Nach etlichen Testmodellen, einigen Knochenbrüchen, Prellungen etc. war der perfekte Sitz geschaffen!
Der Sitz von Markus Maas wird aus PE rotiert. Die Sitzhöhe wird mittels eines Schaumpads, das aufgeklettet ist reguliert und kann jederzeit durch ein höheres oder niedrigeres ersetzt werden.
Der Backbone ist aus Minicel-Schaum. Im Steißbereich ist eine Gummischaumplatte aus dem Flugzeugbau verbaut, diese verteilt den auftretenden Druck gut über die gesamte Rückenlehne und liefert den nötigen Druckpunkt für alle Freestylemoves und die Stabilität im Wildwasser. Auf der vorderen Oberseite der Backbones befindet sich eine Schlagkante aus schockabsorbierenden Material. Bei hohen Wasserfällen verhindert dieses Material, dass der Rücken nach hinten über eine feste Kante überschlägt und man sich schwer verletzt.

Die Hüftpads sind mit einem Aluwinkel befestigt, der für jedes Boot individuell angepasst wird. Auf diesem Winkel sind 2 Hartschaumplatten angeschraubt, um die nötige Seitenstabilität zu liefern. Auf dem Hartschaum wird dann Minicelschaum angebracht der für jeden Paddler individuell geformt wird.

Befestigt wird das Ganze Sitzsystem mittels Spezialkleber und Schaumkeilen die vorne und hinten ins Boot geklemmt werden.

Neben dem Sitz werden Schaum Matten in die Bootshülle laminiert. Diese erfüllen verschiedene Zwecke:

-Das Fitting für optimalen Halt und perfekte Kraftübertragung

- Isolierung gegen Kälte bei Wildwasser

- Absorption der auftretenden Kräfte bei Stürzen und Moves

An den stark belasteten Stellen, wo sich die Kniescheibe in den Schaum drückt, kann ein spezieller Schock absorbierender Schaum eingesetzt werden, der nochmals die Knie entlastet.

Die Gurte werden an den Schrauben der Hüftpads befestigt und gehen nach vorne in die Mitte der Sitzanlage. Dort ist eine Umlenkstange in den Sitz integriert. Das Ratschenband läuft um diese Umlenkung und kann so im Notfall frei rauslaufen. Des weiteren verteilt diese Konstruktion die auftretenden Kräfte gleichmäßig auf beide Beine.

Die Gurte werden von der Länge her so angebracht, dass die Ratschen bei einen Notausstieg aufploppen. Wenn einer der beiden Gurte ausgelöst wird ist der Druck durch die Beine so groß, dass der Gurt sofort unter der Umlenkung durchläuft und man problemlos aus dem Boot klettern kann. Die Ratschenauslöser sind die grössten auf dem Markt erhältlichen  (die Auslöser sind fingerdick).

Mittels Klettband sind noch verstellbare Fußgelenkstützen im Boot befestigt.

Die Sitzanlage bietet Markus Maas auch einzeln als Bausatz zum selbst einbauen an.
Die Gurte können auf Wunsch durch andere ersetzt werden.


Bei Interesse oder Fragen einfach melden, jede Frage wird so gut es geht beantwortet!

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Felixboater 04.2008

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