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Der PARKnPLAY.de Helmkamera-Test:
UC-Competence

Mag-Lite oder was?

Wer die Kamera-Einheit der UC-Competition zum ersten Mal in der Hand hält, fühlt sich sofort an die bekannten, unverwüstlichen Taschenlampen (oder eine 44er Magnum) erinnert. Sie vermittelt tatsächlich den Eindruck, als könne nichts und niemand ihr etwas anhaben, so massiv liegt sie in der Hand. Die Wasserdichte bis zu 10m glaubt man dem großen Kamerakopf (3,5cm Drchmesser) sofort, er beinhaltet die qualitativ hochwertige Canon-Linse. Genau so  massiv wie der Kopf ist die Halterung.  Wahrscheinlich hinterlässt selbst ein harter Einschlag keine Spuren an Cam oder Helmbefestigung, die aber leider nicht gebogen ist und somit keine optimale Auflagefläche am Helm gewährleistet. Da sie aber sowieso am (ebenso unverwüstlichen) Kabel hängt, verliert man sie selbst dann nicht, wenn sie einmal vom Helm gerissen werden sollte. 
Die Aufnahmeeinheit dagegen wirkt eher etwas filigran. Sehr handlich, mit einem sehr großen und scharfen Display, einer umnissverständlichen Menuführung und  großen Tasten, aber im Vergleich zur Cam eben doch etwas empfindlich. Sie ist auch lediglich spritzwassertauglich und muss somit geschützt im Boot aufbewahrt werden.
Die Akku-Laufzeit fällt mit 140 min zufriedenstellend aus, ein zweitewr Akku ist aber direkt im Lieferumfang. Die Akkus können sowohl direkt im Gerät oder aber mit dem separaten Ladegerät wie auch mit dem KFZ-Ladegerät geladen werden. Somit kann man mit dem einen Akku filmen, während der andere geladen wird.

Die IR-Fernbedienung ist zu schwach. Sie funktioniert zwar bis zu 5 Metern Entfernung, muss aber direkten Sichtkontakt zum Empfänger haben. Liegt zum Beispiel der Ärmel einer Paddeljacke oder die Spritzdecke dazwischen, geht nichts mehr. Da das Aufnahmegerät jedoch im Boot platziert werden muss, ist die Fernbedienung für Wassersportler nicht einsetzbar.

recorder

Beim Zubehör will UC seine Kunden anscheinend auf nichts verzichten lassen. Die Cam kommt in einer praktischen Tasche, die prall gefüllt ist mit vielen nützlichen Dingen: separates Aufladegerät, Fernsteuerung, KFZ-Aufladegerät, zweiter Akku, verschiedene Befestigungsmöglichkeiten, zusätzliches Kabelmikrofon (zusätzlich zu dem eingebauten), TV-out-Anschluss  mit Kabelsatz zum Abspielen der Videos direkt am TV, eine separate Tasche, um die Aufnahmeeinheit zu schützen oder am Arm zu befestigen. Die Bedienunganleitung ist nicht zwar umfangreich aber ausreichend, leider liegt sie aber  nur in Englisch bei.

uc-kpl-3

Auf dem Helm merkt man schon, wie massiv und entsprechend schwer die Cam ist. Das dicke Kabel, welches wir unter der Schwimmweste nach unten, durch die Spritzdecke und ins Boot geführt haben, tut sein übriges: Man merkt, dass man eine Cam auf dem Kopf hat. Getröstet wird man dann aber von dem riesigen Display, womit natürlich kein in eine Cam integriertes Display mithalten kann. So groß, scharf und hell wie bei einer Handycam, hebt es sich von allen anderen Displays ab. Auch die Bedienung der Cam funktioniert wie bei einer üblichen Videokamera. Steifgefrorene Finger und brillenlose Brillenträger werden die Bedienung der UC zu schätzen wissen.

Ab auf Wasser heißt bei der UC: Kamera einschalten (was erstaunlich schnell funktioniert), Aufnahmegerät durch die Spritzdecke ins Bootsinnere führen und Spritzdecke schließen.
Bei dem vergleichbaren Konkurrenzprodukt, der V.I.O. POV HD, gibt es einen wasserdichten Beutel als Zubehör, hoffentlich bietet UC etwas ähnliches auch bald an: Dann wird aus der UC sofort eine ernst zu nehmende Action-Cam, die mit der
V.I.O. POV HD mithalten kann.

Erster Eindruck:
Die Bedienung der Cam ist durch das separate Aufnahmegerät umständlicher als bei all-in-one-Produkten. Ein Unterbrechen der Aufnahme funktioniert nur durch Öffnen der Spritzdecke, und der Ton ist unbrauchbar, da das Micro im Aufnahmegerät verbaut ist (das mitgelieferte Kabelmicro will man nicht auch noch irgendwo platzieren). Das spritzwassergeschützte Aufnahmegerät muss für den Fall eines Notausstieg wasserdicht verpackt werden, was auch sehr umständlich ist. Die Leistung der Cam überzeugt jedoch in allen Punkten. Riesiges Display, schnelle Reaktion, unkaputtbare Bullet-Cam, gute Aufnahmen:  Das sind die Punkte, mit der sich die Cam am Markt platzieren wird.
 

Unsere Meinung
Zum Wildwasserfahren ist die Cam aufgrund des separaten, nur spritzwassergeschützten Aufnahmegerät im Moment nicht geeignet. Sobald UC aber eine wasserdichte Hülle anbietet, tritt die Cam sofort in Konkurrenz zum weitaus teureren Mitbewerber V.I.O. POV HD,

IMG_8517

Wo gibt es die Cam?
Fragen zu Verfügbarkeit, Preisen etc. beantwortet United Competition

+

-

-konkurrenzlos großes und scharfes Farb-Display
-überzeugende Aufnahmen in HD 1080p,
-umfangreichstes Zubehör
-gutes digitales Zomm in 720p
-einfache Menuführung
- große Tasten
-sehr schnelle Reaktion

- für Paddler umständlich in der Handhabung
- Recorder nicht wasserdicht
- zusätzliches Kabel vom Helm zur Spritzdecke
-für Paddler unzureichende Audio-Leistung
-schwache Fernbedienung

 

 

 

Das kann die Kamera: Videos von der HD170 im Praxistest
1. Lieferumfang und Helm-Montage
2. Test im Wildwasser: machen wir, sobald es ein wasserdichtes Case gibt
 

 

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