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Projekt: Helmkamera

Die Hardware: Das braucht man

Videokamera
Zuerst kommt die teuerste Anschaffung: Die Videokamera. Hier kann man getrost kaufen,
was einem gefällt, mit einer Besonderheit:
Die Kamera muß einen DV-IN Eingang haben, da man sonst kein zusätzliches Objektiv anschließen
kann und sie somit nicht als Aufnahmegerät für die Helmcam geeignet ist.
Ich entscheid mich für die Sony DCR HC 42E, da sie bei Stiftung Warentest gleich 200,00 EUR günstiger
war als die nächst günstigste Kamera mit DV-IN, bei gleich guten Testergebnissen. Bei Ebay fand ich diese
dann auch noch 200,00 EUR unter dem üblichen Verkaufspreis, und konnte sie so für 380,00 EUR mein Eigen nennen.

Helmcam
Als nächstes sollte man sich nach der richtigen Helmcam umschauen. Hierfür kommen unter anderen
folgende Anbieter in Frage:

Pacelog, bei denen ich nach der Falschlieferung aus Irland die richtige Fernbedienung gekauft habe:
Telefonische Bestellung, am nächsten Tag lag das Päckchen auf dem Tisch, rundum guter Service.

RF Concepts, eine Firma mit Top-Kameras und allem Zubehör, mit Sitz in Nordirland
Bestellung und Zahlung problemlos, Lieferung nach leichten UPS-seitigen Problemen innerhalb von 4 Tagen.
Nach einer teilweisen Falschlieferung hing der Support komplett. Erst hieß es, man würde umgehend das
richtige Teil liefern und die Kosten für die Rücksendung übernehmen. Dann war das Teil plötzlich nicht lieferbar,
erst nach Stornierung meiner Bestellung nach einigen Tagen hieß es, man habe angeblich das Paket soeben
rausgeschickt und wolle versuchen es zurück zu holen. Dazwischen wurden meine Mails einfach nicht beantwortet.

Air Action, die in erster Linie Kamerasysteme für das Fallschirmspringen anbieten.

Gecko war eigentlich meine erste Wahl, nachdem aber schon meine Anfragemails bezüglich wasserdichter
Stecker nicht beantwortet wurden, habe ich es dann lieber gelassen und woanders gekauft.

Einzig zu Air Action kann ich nichts sagen, da ich die erst gefunden habe, als ich schon alles hatte.
 Ich beziehe mich also nur auf die anderen Firmen, wollte Air Action aber zumindest erwähnen..
Zu den Preisunterschieden für gleichwertige Cam’s  will ich hier gar nichts schreiben, davon kann sich jeder
ein eigenes Bild machen. Nur soviel: Vergleichen spart hier viel Geld.

Die Cam’s von allen Anbietern sind wasserdicht. Was man jedoch beachten muß: Die Stecker sind keinesfalls
wasserdicht. Also hat man nur die Möglichkeit, den Stecker irgendwie zu isolieren, was dann aber eine Trennung
der Cam vom wasserdichten Behälter des Aufnahmegerätes unmöglich macht, oder eben jedesmal eine neue
Abdichtung erfordert. Das hieß, ich könnte nie den Helm absetzen ohne auch den Rucksack abzunehmen, da die beiden
verbunden wären. Das konnte es aber nicht sein.
Einzig RF-Concepts, der irische Cam-Dealer, hat an seinen Cams tatsächlich wasserdichte, verschraubbare
Stecker, für die es auch noch Verlängerungen gibt.
Eine Anfrage bei allen anderen Lieferanten (außer Air Action), ob sie nicht auch solche wasserdichten Anschlüsse
an ihre Cams schrauben könnten, verlief negativ: Einige sagten ab, andere meldeten sich erst gar nicht.
So fiel meine Entscheidung auf RF-Concepts.
 

Nächster Punkt: Welche Cam brauche ich.
Hier kann man wählen zwischen:
380 TVL: nur für Aufnahmen, die am PC geschaut werden, macht am TV keinen Spaß
420 TVL: Standard für Überwachungskameras, bedingt TV-geeignet
480 TVL: Kein Unterschied zu üblichen ungezoomten Aufnahmen einer guten Videokamera
550 TVL: einen Unterschied zur 480 TVL sieht man nur bei starken Vergrößerungen und Macro.

Der zweite zu beachtenden Punkt sollte die Lux-Angabe der Kamera sein. Gerade beim Paddeln wechselt
das Licht  sehr stark, und da man ja auch in engen und tiefen Schluchten etwas auf dem Film erkennen will,
sollte man hier auf eine möglichst niedrige Zahl achten. Billige und schlechte Cams haben hier bis zu 1,5 oder
sogar über 2 Lux, die guten Modelle liegen bei 0,1 oder 0,2 Lux. Meine hat 0,1 Lux, und wenn ich in dunklen
Räumen filme, ist das Bild dennoch fast so hell wie mit einem Restlichtverstärker aufgenommen.

Ich entschied mich also für die Cam mit 480 TV Linien und 0,1 Lux, explizit für die Cam 4
und stellte dann hinterher verwundert fest, dass RF Concepts mir doch die eigentlich teurere
550 TVL-Cam zum Preis der bestellten 480 TVL-Cam geschickt hat, weil diese zwischenzeitlich im Angebot waren.


Stromversorgung der Cam
Ein Batteriehalter für 8 Stück 1,5V-Mignon-Zellen ist direkt bei der Cam dabei. Leider reicht der Saft der
Batterien dann maximal eine Stunde. Also ab dem Zeitpunkt des Einpacken der Videokamera, incl. Einstieg,
Warmpaddeln etc. ist nach 1 Stunde die Videoaufnahme beendet: Das war mir zu wenig. Darum kaufte ich einen
Batteriehalter für 10 Accus. Da diese nämlich nur 1,2V haben, muß man  -um wieder auf die benötigten 12V zu
kommen-  10 Stück Accus anschließen. Ich entschied mich dann für 2700mA Accus,
womit die Aufnahmedauer jetzt um ein vielfaches gestiegen ist: ich habe sie schon 5 Stunden laufen
lassen, ohne dass sie versagt hat, werde aber noch einmal testen, wie lange die wirklich können.


Pelicase
Nun mußte natürlich noch die Videokamera wasserdicht und stoßfest verpackt werden, wobei sie
dennoch mit der außen liegenden Helmcam verbunden sein muß.

Zuerst besorgte ich also ein übliches 1150er Pelicase.
In dieses kam dann als Kabeldurchführung eine PG-Verschraubung, damit es trotz der nach außen
laufenden Kabel wasserdicht bleibt.


Fernbedienung
Was man dann noch gut brauchen kann, ist eine Fernbedienung, mit der man das Aufnahmegerät
im Pelicase bedienen kann. Hier fällt einem die Auswahl leicht, da es weltweit nur eine einzige FB
gibt, die Canon und Sony Kameras sowohl, An, Aus, Standby und auf REC schalten kann:
Die Cam Eye Sport von
Sky Tools. Und doch muß man wieder aufpassen: Es gibt sie in zwei
Versionen mit unterschiedlicher Software, die jeweils für bestimmte Kameras ausgelegt sind.
Da RF-Concepts mir erst die falsche schickte und dann nicht in der Lage war, die richtige zu
besorgen, habe ich diese bei Pacelog gekauft. Ganz im Gegensatz zu RF-Concepts ist bei
Pacelog der Service bestens.
RF-Concepts beantwortet Emails wohl nur wenn sie Lust haben, und dann schreiben sie nur einen
Satz, der nichts erklärt. Von after-buy-Service keine Spur, also “buy and pray”


Rucksack
Zum guten Schluß fehlt dann nur noch ein Rucksack, in den man das Pelicase packt.
Hier bietet sich ein Fahrradrucksack an, der an der Hüfte hängt und mit Schultergurten in die
passende Position nach oben gezogen werden kann, damit er nicht auf dem Boot aufliegt.

Aus dem Rucksack kommen dann 3 Kabel: Die des mitgelieferten Micro, der Fernbedienung
und eben der Cam.
Das Micro befestige ich direkt am Rückengurt des Rucksack. Da es nicht wasserdicht ist,
zieht man einen abgeschnittenen Finger eines Erste-Hilfe-Handschuh oder noch besser ein
Kondom drüber.
Die Fernbedienung (auch nicht wasserdicht, also Handschuh / Kondom drüber) zieht man nach
vorne unter den Gurt der Schwimmweste, wo man die Status-LED sehen kann, die einem den
aktuellen Modus der Kamera anzeigt.
 “Batterien leer” und “Band zu Ende” signalisieren diese auch, was auf dem Bach sehr komfortabel ist.
Einzig das Kabel der Cam geht dann unter der Paddeljacke durch direkt zum Helm.
Die Kamera wird dann mit dem mitgelieferten wasserfesten Klettband auf dem Helm befestigt.

 

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