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Mit dem neuen Eskimo Salto Evolution auf der Hohen Rur |
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Freitag abend, das Telefon klingelt zur gewohnten Zeit für die Wochenendplanung. Ein Freund ruft an und berichtet, dass die neuen Boote im Verein diese Woche angekommen sind und die Hohe Rur gerade eben genug Wasser hat um die Boote zu testen. Nach den ganzen Vorankündigungen und den ersten Bildern in Internet war ich natürlich sehr gespannt, was die Boote können. Also verabredet für Samstagmorgen am Einstieg in Reichenstein. Samstagmorgen dann der ungewöhnlichste Start zum Paddeln, den ich je hatte. Die Sachen gepackt und das Paddel ins Auto und ab auf die Autobahn gen Süden. ‚Hast du nicht was vergessen? Oh shit, das Boot! Ach nein, das wird ja mitgebracht du fährst ja heute den neuen Salto!‘ Also noch mal das Gaspedal ein bisschen weiter durchgetreten um schneller am Ziel zu sein. Kurzer Zwischenstop im Ruhrgebiet, um mittels einer umweltfreundlichen Fahrgemeinschaft den Rest der Anfahrt zurückzulegen. Am Einstieg angekommen treffen wir auf den Rest der Truppe und die mitgebrachten Boote. Nicht lange Zeit verlieren, die Boote vom Dach, die Paddelsachen angezogen und erstes Probesitzen (Die Boote kamen ja schließlich direkt vom Werk). Aufgrund der einfachen Verstellmöglichkeiten, die Prallplatte wird einfach mittels der Schrauben auf die richtige Beinlänge eingestellt und der schnellen Verstellbarkeit der Rückenlehne durch die Zurgurte ist die perfekte Sitzposition schnell gefunden. Die anfänglich ungewohnten Schenkelstützen, die lediglich an einer Schraube am Süllrand befestigt sind bieten im weiteren Verlauf des Paddeltages unglaublich gute Steuerbarkeit des Bootes sowie guten Halt und hohen Komfort da sie sich super an den Oberschenkel anschmiegen, das Bein umfassen und überhaupt keine störenden Druckpunkte hat, wie es bei manchen Schenkelstützen der Konkurrenz der Fall ist.
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So, und ab geht’s aufs Wasser. Der Einstiegspegel zeigt 36 cm, das bedeutet es wird heute eher technisch als wuchtig, aber was solls, auch wenn es ein Creeker ist muss man das Boot dennoch vernünftig steuern können. Und genau so ist es, die ersten Steine lassen sich einfach umschiffen und die Kehrwässer schreien nach Einfahrt. Und sind die Kehrwässer auch noch so klein, ein sauber gesetzter Bogenschlag und das Boot schneidet sauber die Kehrwasserlinie und steht perfekt im Kehrwasser. Dank des Flachbodens sowie der klaren Kantenführung mach das Kehrwasserfahren Spaß und mutiert nicht zum Kraftakt. An der Stelle muss gesagt werden, dass ich für gewöhnlich einen „kleinen“, leichten Stretch fahre. Aber das der Salto mit seiner Länge von 2,49 m, einem Volumen von 280 Litern und einem Gewicht von 18 kg so agil zu fahren ist überzeugt. Genug der technischen Daten die nächste Stelle naht, die Brücke kommt. Die erste Fahrt wird lehrbuchmäßig auf der ganz rechten Seite angefahren, funktioniert perfekt und das Boot hats nicht mal gemerkt. Also noch mal raus aus dem Boot, hochgetragen und der Sprung in den Trog gewagt, aber auch das ist kein Problem, das Boot ist leicht zu boofen, taucht sauber ein und ebenso sauber wieder auf, das gerippte Oberschiff verdrängt das Wasser problemlos und macht einen sehr stabilen Eindruck. |
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Die Fahrt durch die Stadt wird ein Spaziergang, bei dem Wasserstand kein Wunder. Als nächstes naht der Favoritentöter, hier zeigt sich was das Boot nach einer odentlichen Beschleunigung macht. Wie zu erwarten keine Unannehmlichkeiten. Das Boot oben sauber ausgerichtet, die lange Rutsche hinunter und unten sauber ins Kehrwasser, aber seht selbst: |
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Kesselwehr und die dahinter liegenden Wellen und Walzen ringen dem Salto nichtmals ein müdes Lächeln ab, auch wenn ich hier extra die ungünstigte Linie wähle und so ziemlich jede Walze genau in der Mitte fahre.
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Dann plötzlich in der Anfahrt zur großen Walze hinter dem Kessel ein kleiner Schock. Beim Ansatz zum Boof keine Spannung mehr im Rückengurt. Verwirrung, ist da etwa bei einem zwei Tage alten Boot schon der Rückengurt gerissen??? Also das nächste Kehrwasser und raus aus dem Boot um zu sehn, was los ist. Der Rückengurt wird mit einer genähten Schlaufe durch den Sitz gesteckt und dann mit einem dicken Holzdübel in der Schlaufe am Rausziehen gehindert. Bei mir muß wohl der Dübel aus der Schlaufe gerutscht sein und der Rückengurt ist dann aus dem Sitz gerutscht. Seltsame Art der Befestigung, die ich an meinem Salto, sobald er geliefert wird, nachbessern werde. Meine Paddelkameraden meinten nur, dass dies die übliche Befestigung bei Eskimo sei und sie es in über 20 Jahren noch nicht erlebt hätten das dies passiert. Naja, weder ich noch die anderen haben sich darüber besonders gewundert, bin ja sowieso als Zerstörer bei uns in der Gruppe bekannt. So habe ich doch in der Vergangenheit sowohl bei meinem Fluid Flirt als auch bei meinem noch aktuellen Dagger Agent ebenfalls bei beiden Booten die Sitzanlagen zum ausreißen bebracht und beim Agent beim Spielen in der Welle auf der Möll den Rückengurt zerrissen. Wohl gemerkt, alles bei „normaler“ Fahrweise (wo rohe Kräfte sinnlos walten, …). Zurück zum Thema, also den Gurt wieder in den Sitz, den Dübel in die Schlaufe, alles wieder gut und weiter geht die Fahrt. Richtung Grünthal gibt es ja noch die ein oder andere Spielstelle, wie zum Beispiel die große Welle im Wald. Die perfekte Gelegenheit die Surfeigenschaften des Bootes zu testen. Also rein in die Welle und ab geht’s. Wieviel Kilometer willst du machen, der Boden ist Flach, die Kanten an der richtigen Stelle und Wasser kommt genug von oben. Der Versuch zum Blunt scheitert nur knapp, liegt aber nicht am Boot sondern am Fahrer, wie mir kurze Zeit später nach weiterem Surfvergnügen ein Freak zeigt, der ebenfalls mit einem neuen Salto Evolution unterwegs ist und mit dem Boot in der Welle Gas gibt, als hätte er ein Spielboot unterm Hintern. Danke für die Showeinlage, Lars, das stand zumindest hinten auf seinem Helm!!
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich als eingefleischter WaveSport-Diesel-Fan mein neues Boot gefunden habe. Die Qualität des Materials kann überzeugen, trotz der vielen Steinkontakte wegen des geringen Wasserstandes waren am Ende der Fahrt nur leichte Kratzer am Boot zu erkennen. Das Ein- und Aussteigen, gerade im Hinblick auf das Umtragen diverser Stellen geht schnell und die Luke ist angenehm geformt und ausreichend groß. Auf den Schnickschnack wie Ratschen kann ich getrost verzichten, das Boot läßt sich gut einstellen und wird dann sowieso nur von mir gefahren. Einziges mir bekanntes Manko ist die oben beschriebene Rückengurtfixierung, die ich nachbessern werde, um nicht nochmal den plötzlichen Verlust des Rückenhalts erleiden zu müssen. Die Bestellung ist raus, jetzt warte ich nur noch auf die Lieferung meines neuen Eskimo Salto Evolution. Bis die Tage und schönen Gruß aus dem Münsterland Andreas (bandit) PS: Ein Dankeschön an Klaus und Uli für die Bilder!!!
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